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Die Marke von 10.000 Lesezugriffen und Besuchern ist geknackt!
Ein Herzliches Dankeschön an alle Leser, Kommentatoren, Freunde und Bekannte! :)

nowNthenDas motiviert!
Es bleibt spannend – versprochen! ;)

Grüße, Oliver Ries

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Social Media …SO macht man es richtig! Beispiel “bookcrossing”.

Ich habe heute einen Artikel in der FAZ.net gelesen: “Viele Führungskräfte sind zu alt für Social Media” (Quelle FAZ-net Blog “Netzökonom“). Die Überschrift ist eigentlich selbsterklärend. Nein, eigentlich nicht… Social Media hat nichts mit dem Alter zu tun :) Von daher finde ich die Überschrift nicht besonders gelungen.

Was heißt schon “zu alt”? Ich für meinen Teil bin jedenfalls nicht “alt”, aber selbst mir fiel es am Anfang schwer, sich auf Medien wie Twitter einzulassen. Gut, Facebook ist relativ leicht zu verstehen… ich kannte allerdings aus eigenem Gebrauch nur StudiVZ. Facebook ist eine andere Welt, aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls musste ich erst “What would Google do” lesen, um ansatzweise zu verstehen, wie das Internet heute tickt und welche Möglichkeiten sich – möglicherweise – ergeben. Obwohl ich es jeden Tag nutze und ich mich dafür, was hinter den Kulissen passiert, über die Maßen interessiere. Die Art der Kommunikation hat sich verändert.
Im nächsten Artikel “Social Media …SO macht man es falsch!” wird es genau darum gehen. Nestlé hat vor kurzem feststellen müssen, dass eine große PR- und Rechtsabteilung nicht mehr aufhalten kann, was Menschen “draußen” kommunizieren. Dazu aber an der Stelle dann mehr.

Wozu Twitter? Ich formuliere es mal umgangssprachlich – absichtlich – um zu provozieren:
“Hää..? Was Twitter? Was solln das sein? Ah toll, fremde Menschen lesen, dass ich meine Katze füttere… achso, ich soll was interessantes erzählen, dann erhöht sich die Anzahl meiner Follower? Aha… Follower… achso, die Leute die mir zuhören… hmm… achja cool, dann erzähl ich mal was darüber was ich verkaufen will… ja cool, und ich folge jedem den ich finden kann… und erzähle ihm meine Dinge, die ich selber eigentlich ja sogar für unwichtig halte, oder wie, oder was??”
So oder so ähnlich, waren auch meine ersten Gedanken! Ein Gedanke war “ich hab doch gar nichts zu sagen, wer will mir denn zuhören?”. Ein anderer Gedanke war “…es gibt Menschen die haben 10.000 Follower und folgen selber 11.000 Menschen????” … “Twitter ist doch ein Echtzeitmedium oder nicht? Was soll denn das bringen?” … “Spam, wie bei eMails, ok, verstehe…” Dann kam die erste nützliche Idee. Ich könnte Artikel, die ich in meinem Blog schreibe, auch bei Twitter posten. Damit könnte ich eine größe Menge Menschen erreichen. Ja, leuchtet ein. Ich werde bei Google besser gelistet, weil Twitter durch neue Inhalte, mich mit höherer Relevanz belohnt. Ein weiterer Gedanke war “…aber meine direkten Links zum Artikel sind lang, ich hab nur 140 Zeichen, was soll ich denn da noch interessantes schreiben, dass es jemand liest?” … “??? man kann Links verkürzen?” …und so weiter und so weiter.

Sie lachen… :D Das glaub ich sogar! Aber genau so denkt man doch, wenn man auf so ein Medium trifft. Es zieht Menschen wie Sie und mich an, genauso wie es Spammer anzieht. Auf den ersten Blick ist es unübersichtlich, der Sinn erschließt sich nicht sofort. Man trifft ausgerechnet beim Erstkontakt auf die, die das Medium missbrauchen.
In dem Moment braucht es schon einen gewissen Ehrgeiz, sich näher mit dem Medium zu beschäftigen. Schritt für Schritt findet man heraus, was den Kern des Mediums ausmacht und welchen Nutzen es haben kann.

Ein Unternehmer würde vielleicht sagen, dass seine Zeit kostbar ist und er schnelle Entscheidungen treffen muss. Entscheidungen die auf Fakten beruhen… “nicht interessant” oder “da tummeln sich nur Spinner”, sind Aussagen, die ich selber oft gehört habe. Ich hab dafür gekämpft und nicht aufgegeben, das Thema “social media” näher zu bringen. Trotzdem wird diese Art von Kommunikation weiter kritisch beäugt.

Ich merke gerade, ich bin vom Thema abgekommen. :) Das Thema bedarf aber dennoch, immer wieder, einer Einführung, um es zu verstehen.

Um auf den Punkt zu kommen… “social media” ist bei weitem nichts, was sich nur im Internet abspielt. Die Kunst ist, es mit dem realen Leben zu verknüpfen! Wenn man das schafft, kann es ein sehr hilfreiches Kommunikationsmittel sein.

bookcrossingEs gibt, wie ich finde, ein tolles Beispiel, wie man diese Verknüpfung herstellen kann. “bookcrossing” ist eine Plattform, über die man Bücher, zum Lesen, weitergeben kann:
“Die Mitglieder von Bookcrossing registrieren Bücher auf der Webseite www.bookcrossing.com. Jedes Buch bekommt eine eigene BCID (BookCrossingIDentnumber), anhand derer man seinen Weg nachvollziehen kann. Dann werden die Bücher freigelassen: Man legt sie in ein Ärztewartezimmer, läßt sie “versehentlich” in der U-Bahn liegen oder verschenkt sie. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Finder eines Buches tippt die BCID auf der Webseite ein und kann in einem Journal angeben, wo er das Buch gefunden hat, als auch seine Meinung dazu kundtun. Dann läßt er es wieder frei…” (Quelle: bookcrossing.com).
Ich bin übrigens nicht durch das Internet, sondern im Vorbeigehen auf diese Idee aufmerksam geworden. In meiner Heimatstadt Solingen, hat nämlich letztens eine Aktion von bookcrossing stattgefunden.

Die Plattform ist das Internet, aber das Buch ist ein anfassbares, nicht digitales Medium. Wenn das keine tolle Idee ist?!
Es reicht eben nicht aus, irgendetwas zu erzählen, zu schreiben oder zu kommunizieren. Vieles was über Twitter und Co. verbreitet wird, hat keinen Mehrwert, ist damit wertlos und verhilft auch nicht zu einem Mehrerfolg.
Es ist entscheidend, dass Menschen einen Nutzen, einen Mehrwert von dem haben, was ich ihnen zeige oder sage. Dies kann natürlich eine Nachrichtenmeldung sein, welche logischerweise nicht wirklich anfassbar ist. Es kann aber auch eine Restaurantempehlung sein, welche ich in einem Stadtteil von Frankfurt über “Foursquare” (eine Art örtlich bezogenes Empfehlungstool) erhalte, in dem ich mich gerade befinde. Für mich als Unternehmen kann es den Vorteil haben, dass Menschen die Fan meines Produktes sind, mir offen und ehrlich sagen, was sie denken und sogar Verbesserungen erkennen und mir mitteilen. Der Kommunikationsweg ist direkter, authentischer – deswegen aber nicht weniger relevant. Die Kunst ist, zu filtern, was mich interessiert und was mir einen Mehrwert bietet.

Gehe ich in eine Tankstelle, muss am Zeitschriftenregal auch filtern. Es gibt AutoMotorSport, BILD, FAZ, Playboy, BusinessPunkt, PCGames, ManagerMagazin usw. Es ist völlig normal, dass wir nicht sagen “Wo Playboy und FAZ im selben Regal liegen, kaufe ich nicht die FAZ”. Ist doch so…? So ist vielfach die Argumentation. Nur weil “Super” an der gleichen Zapfsäule, wie “Diesel” angeboten wird, tanke ich trotzdem. Doof, wenn man die falsche Information wählt und Diesel tankt, obwohl man einen Benziner fährt. ;)
“Bei youtube laden 14jährige Videos hoch, um zu dokumentieren, wie sie sich betrinken, warum soll ich auf dieser Plattform Architekturvideos zeigen?”
Solange ich nicht nach “betrinken”, sondern Architektur suche, finde ich auch Architektur. Ja, so einfach ist das :)

Spannend, oder?

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“RSS” – die persönliche News-Zentrale

Wenn Webseiten nicht regelmäßig neue Artikel veröffentlichen, wie www.nowNthen.de zum Beispiel, weil der Autor mal wieder länger im Büro gesessen hat, so wie ich heute, muss ich als User mühselig jedes Mal die Seite besuchen. Vielleicht passiert dies sogar vergebens, weil eben kein neuer Artikel zu finden ist.

Das ist nicht gut für die Seite und Besucher nervt es im schlimmsten Falle. An dieser Stelle ein Danke, dass Sie trotzdem häufig die Seite besuchen! :)

RSSEs gibt eine komfortable Methode, dieses Problem zu lösen. Mit RSS wird man automatisch informiert, wenn es neue Artikel oder Aktualisierungen gibt. Sicher kennen Sie das Symbol links oder zumindest haben Sie es auf Webseiten gesehen.

RSS ist die Abkürzung für “Really Simple Syndication” (Wikipedia). RSS ist ein Standard, der auf einfache Art und Weise, die Veröffentlichung von Änderungen, Aktualisierungen oder neuen Artikel von Webseiten lesbar macht. RSS wird deswegen oft als “RSS-Feed” bezeichnet (feed = füttern). Man kann sich also mit Aktualisierungen oder Neuigkeiten füttern lassen.
Hört sich lustig an… aber das ist genau das Prinzip. Man lässt sich füttern und muss nicht selber nach dem Futter, bzw. der Aktualisierung oder Neugikeit suchen.

Das Nutzen dieser RSS-Feeds, den eine Seite zur Verfügung stellt, wie diese zum Beispiel ist inzwischen mit vielen Programmen, den sogenannten “RSS-Readern” und Schnittstellen möglich. Google-Mail (der “Reader”), Facebook, RSS-Reader als kostenlose Programme, RSS-iPhone-Apps, ja sogar Tweet-Kanäle von Twitter können in Form von RSS-Feeds abonniert werden.

Bei Google-Mail ist diese Funktion zum Beispiel bereits eingebaut – diesen nutze ich übrigens auch. Dabei reicht es aus, die Link-Adresse der Seite unter “Abonnement hinzufügen” einzugeben. Der RSS-Feed wird automatisch erkannt. Von dort aus kann der Artikel, sogar als Vorschau, bereits gesehen werden und man kann sich überlegen, ob man auf der Seite weiterlesen möchte.

GoogleReader

Sehr praktisch!
Wie gesagt gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Programmen. Egal ob für Windows, MacOS, iPhone, Android, Linux, für jede Plattform gibt es Programme oder Apps, mit denen RSS-Feeds betrachtet und verwaltet werden können.

Ich persönlich finde es toll und äußerst praktisch mehrere interessante Webseiten auf diese Art und Weise zu verfolgen. Ich habe gerade mal nachgezählt, bei mir sind es 46!!!!!! Webseiten, die ich auf diese Art und Weise verfolge. Das wäre ein Wahnsinn, wenn man diese jeden Tag, ja selbst nur jede Woche auf Neuigkeiten hin, besuchen würde.

Und da nicht jede Website jeden Tag neue Artikel liefert, ergibt sich daraus eine komfortable Möglichkeit, den Überblick zu behalten. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass man so, in der schnelllebigen Zeit, auch auf dem Laufenden bleibt – aber nicht muss, wenn man keine Zeit hat.
Wenn man bei Twitter mehr als 100 Tweet-Kanälen folgt, erschlägt einen die Information. Zumal in Twitter, nach wie vor – selbst äußerst seriöse Twitter-Kanäle – eine Menge unwichtiger Informationen über den Tag verteilt, verbreiten.
Bei 140 Zeichen, schreibt man eben schnell mal irgendwas. Bei Aktualisierungen auf Webseiten ist die Qualität der Neuigkeit, in den aller meisten Fällen, wesentlich überlegter entstanden.

Ich hoffe, ich konnte damit, dem Einen oder Anderen, eine interessante, nützliche Möglichkeit dem Verfolgen von Internetseiten und deren Inhalten näher bringen!

Schlafen Sie gut!
Es bleibt wie immer spannend!

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Teil 2 – Zurück in die Zukunft? Internet wird Lifestream, ist Lebensstrom, verlässt den statischen Zustand

Wenn Sie Teil 1 gelesen haben…

…stellt sich die Frage: Wie beeinflusst die Entwicklung des Informationsstrom nun unser Leben. Um es nicht zu weit zu treiben – wie beeinflusst dieser Informationsstrom den Umgang mit Medien?

StromInformation ist vom statischen Zustand, die “irgendwo” liegt, zu einem fließenden Strom geworden.

Die Medien Nummer 1 und 2, Tageszeitung, als Stellvertreter für das klassische Printmedium und TV, werden frontal angegriffen. Die Tageszeitung ist das schnellste Print- und Informationsmedium – gewesen. Im Unterschied zu TV, behaupt die Tageszeitung von sich, eine hochqualitative Informationsquelle zu sein – nicht zuletzt wegen der sprachlichen Qualität in Artikeln, recherchiert und geschrieben von Journalisten, die excellent mit Sprache umgehen können.
TV hat, seit es Privatsender gibt, immer mit dem Boulevard-Image zu kämpfen. Es ist elektronisch, es hat den Vorteil, in Sekunden, in Echtzeit, auf Ereignisse zu reagieren. Es ist ein Phänomen, das TV der Tageszeitung nie wirklich gefährlich wurde.

In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum es das Internet kann? Kann es das, oder ist es bloß ein Trend? Wäre die Tageszeitung längst da wo sie ist, wenn TV mehr Qualität in der Berichterstattung hätte?
Warum kämpft die Tageszeitung erst jetzt um ihre Existenz? Der einzige Vorteil den das Internet, bzw. die Information aus dem Netz, gegenüber der Tageszeitung hat, ist ihre Geschwindigkeit, oder? Gehen wir davon aus, dass eine Neuigkeit aus dem Netz von einem Menschen wie Sie, Du und ich und nicht von einem Redakteur oder Journalisten stammt. Wer sagt uns, dass diese Information der Wahrheit entspricht?
Wer sagt uns, dass die Information eines Journalisten der Wahrheit entspricht? Ich habe heute einen Artikel in der BusinessPunk gelesen, in dem es um Rupert Murdoch und sein Medienimperium ging. Er liefert sich einen Kampf mit “seinem” Wallstreet Journal und seinem Erzfeind, der New York Times. Beide nutzen ihre Plattform aus, um gegen den jeweils anderen zu schießen. Mit der wahrheitsgemäßen Berichterstattung und dem so oft gepriesenen Qualitätsjournalismus ist es dabei nicht weit her.

Könnte der unerschütterliche Vorteil des Internets die Objektivität sein, den die große Masse automatisch hat?
Ich kann einen TV-Sender, eine Zeitung, einen Werbespot, ja sogar ein ganzes Volk kontrollieren – niemals aber die Meinung und Empfindungen aller.

Sie, Du, ich, ihr Kollege, ihr Nachbar… selbst wenn einer von uns in einem Medienunternehmen arbeitet, tun es die anderen, aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht. Passiert vor der Haustür, im Urlaub oder sonst wo ein Ereignis, dann teilen wir dies per iPhone, Facebook oder Twitter mit; einfach so – spontan und ohne Strategie.
Wir haben das Alleinstellungsmerkmal, welches Medien sich auf die Fahne schreiben, bei genauer Betrachtung oft nicht einhalten – wahrheitsgemäß, auf ein Ereignis, zu antworten.

“Payed Content” also “bezahlte Inhalte” werden daran ebenso wenig etwas ändern, wie die Präsentation von Inhalten auf iPad oder in Suchmaschinen. Ich habe heutzutage Zugriff auf die Meinung des Kollektiv, also auf die Meinung und Gedanken aller Menschen. Im Zweifel ist diese immer näher an der Wahrheit, als die derer, die damit Geld verdienen müssen oder denen es um ihre Marktanteile geht. Ob Republikaner, Demokraten, CDU, SPD, Grüne, Automobilkonzerne oder sonst wer Einfluss hat, spielt keine Rolle.

All dies passiert inzwischen live und in Echtzeit. Bis dahin war die Meinung der Masse der Menschen wichtig, durch den Vorsprung meiner Mittel, eines guten PR-Beraters  oder dem Besitzen eines TV-Senders, konnte ich, bei Nachrichten, die nicht in meine Strategie passen, gegensteuern.
Dies ist nicht mehr möglich. Passiert irgendwo auf der Welt etwas, wird dies sofort und umgehend kommentiert, gepostet und veröffentlicht.

Die kritische Hinterfragung von neuen Technologien und Ideen, ist richtig und sinnvoll! Die Privatsphäre, vor Google, Facebook und Co. schützen zu wollen, ist berechtigt. Mehr als wir – Sie und ich – haben Regierungen, Medienunternehmen, Menschen mit Macht, davor Angst!
Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass die neuen Möglichkeiten der Kommunikation, wie Google, Facebook, Twitter usw. eine Meinungsfreiheit schaffen, wie es sie nie zuvor gab. Unabhängig von dem Land in dem ich lebe, welcher Bevölkerungsschicht ich zugehöre, in welchem Unternehmen ich arbeite, ob ich arm oder reich oder schwarz oder weiß bin.
Bei aller KRITIK IN DEN MEDIEN UND POLITIK an Google etc. sollten wir genau hinterfragen, ob nicht die Angst vor Machtverlust der Grund ist.

Wir in Europa kennen und schätzen unsere Rechte. Privatsphäre und freie Meinungsäußerung sind Dinge, die wir als selbstverständlich kennen. Eben, freie Meinungsäußerung… warum wird darüber so wenig berichtet? Es geht immer um die Privatsphäre im Internet. In vielen Teilen der Welt ist beides ein Ziel, für deren darum Kämpfen, Menschen täglich mit dem Leben bezahlen. Meistens geht es um freie Meinungsäußerung, Privatsphäre haben ohnehin nicht viele, die von Geheimdiensten überwacht werden. Freie Meinungsäußerung führt erst zu Privatsphäre. Denn wenn ich frei in meiner Meinung und meinen Ansichten bin, kann ich mich auch frei bewegen und privat sein, denn ich muss keine Angst haben, kontrolliert zu werden. Besteht keine Absicht meine Meinung zu kontrollieren, besteht auch kein Grund, mich zu kontrollieren!

Dies sind Grundsätze einer aufgeklärten Welt.

Ich möchte anmerken, dass auch eine Masse selbstverständlich manipuliert und beeinflusst werden kann. Medien sind ein wichtiges, unabhängiges Instrument gegen eine solche Manipulation. Was ich damit sagen will ist, dass Medien sich mehr auf den Grund ihrer Existenz berufen sollten, anstatt sich Machtkämpfe um Markt- und Auflagenanteile zu liefern.
Die Menschen werden es “twittern”, mit “gefällt mir” markieren, “retweeten” und “posten”, wenn ein Medienunternehmen dazu beiträgt, ehrlich zu berichten – und das tun Medien ja sowieso jeden Tag, oder??

Es bleibt nicht nur spannend – es wird noch spannender!!

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Zurück in die Zukunft? Internet wird Lifestream, ist Lebensstrom, verlässt den statischen Zustand – Teil 1

Das Internet, ist entstanden aus dem Intranet. Ursprünglich sollten Informationen, für alle zugänglich gemacht werden. Vielleicht hatte diese ursprüngliche Form bereits mehr von dem heutigen Internet, als damals erkannt wurde.
Das Intranet, eine Art Internet für einen geschlossenen Kreis – z.B. in einem Unternehmen, versorgte die Mitarbeiter mit dem Wissen, was für sie von Relevanz war. Es fokussierte sich automatisch auf das wichtige.

Irgendwann verließ das Intranet das Unternehmen und wurde Internet. Alle Menschen waren nun Betrachter und Nutzer dieser Informationen. Es spielte keine Rolle mehr, in welchem Unternehmen wir tätig waren, auf welchem Kontinent wir lebten, was für uns relevant war und was nicht.
Irgendwann wurde es immer schwieriger zu selektieren. In diesem Moment wurden Suchmaschinen, wie heute Google, entwickelt. Nun konnten wir endlich nach Themen wie “Wetter”, “Michael Jackson” oder “Börsenkurs” selektieren.
Wikipedia entstand und Wissen wurde für alle zugänglich. Die Fülle an Informationen aber stieg immer weiter. Eine Suchmaschine wie Google zum Beispiel reichte bald nicht mehr aus. Wetter ändert sich, Börsenkurse ändern sich ebenso schnell. Und wenn in China, der sprichwörtliche Sack Reis umfällt, verändert das den Börsenkurs, ebenso schnell wie das Wetter.

Die Informationen begannen zuzunehmen und schneller zu fließen… wie der Strom eines großen Flusses. Je mehr Menschen Zugang zum Internet hatten, desto größer wurde die Menge der Informationen. Gleichwohl stieg damit nicht automatisch die Qualität des Informationsgehalts.

Zurück in die ZukunftDieser Strom ist gleichzeitig aber auch Zeitmaschine. Ich kann jederzeit zu jedem beliebigen Punkt der Ereignisse springen… ich kann bei Twitter den Zeitstrahl zurückgehen und sehen, was anfangs geschrieben wurde und sehen welche Veränderung die Information genommen hat.

Als ob dies ein Überblicken der Informationen nicht schwierig genug gestaltet hätte, machten es Mobiltelefone nun möglich von überall Informationen aufzurufen und anzufordern – ja mehr noch, sie machten es möglich von überall her auch Einfluss auf diese zu nehmen.
Wo vorher 1 Milliarde Menschen vom Arbeitsplatz oder von zu Hause am PC Einfluss nehmen konnten, gab es nun die Möglichkeit, im Stau, in der Supermarktwarteschlange, während eines Konzerts, im Bett vor dem Einschlafen und sogar auf der Toilette neue Gedanken, Informationen und Inhalte dem Netz beizusteuern – unabhängig der Relevanz dieser Inhalte. Die Summe der Informationen stieg exponentiell!

Es war also eine logische Schlussfolgerung, dass sich jemand Gedanken machen würde, wie das Filtern von Informationen und Inhalten möglich wäre. Als logische Schlussfolgerung entwickelte er Twitter. Informationen konnten nun gefiltert und verfolgt werden. Nun konnte auch einzelnen Strömen gefolgt werden. Twitter trug aber gleichzeitig dazu bei, Informationen noch schneller fließen zu lassen, es vereinfachte nochmals die Möglichkeit am Informationsstrom aktiv teilzunehmen.

Wohin geht also nun die Entwicklung???

Google listet inzwischen in Echtzeit!!! Informationsflüsse des Internets – ebenso wie Twitter. Es gibt schon jetzt eigentlich keine “Nutzer” mehr. Dies mag nun der ein- oder andere anders sehen, aber alle die teilhaben an “social media”, alle die bei Facebook, Xing, StudiVZ, flickr, myspace, youtube, sind, die eine eigene Internetseite haben, in Blogs aktiv sind, Twitter nutzen oder über ihr Mobiltelefon ihren aktuellen Standort verraten, ein Auto mit Navigationssystem fahren, online einkaufen und Bewertungen zu Produkten und Anbietern abgeben, nehmen bereits teil am Strom.

Der Begriff “Web 2.0″ ist ein kurzer Moment, ein Wimpernschlag, der den Wechsel zwischen, “einem Inhalt der irgendwo liegt” und dem “ich beeinflusse mit meiner Aktivität die Informationen des Internet”, beschreibt.
Web 2.0 beschreibt eigentlich den Vorgang, dass Menschen den Inhalt nicht nur nutzen, sondern mitgestalten. Sie werden sozusagen vom “Nutzer” zum “Produzenten”. Dieser Prozess hat allerdings längst eingesetzt, noch bevor wir uns darüber bewußt wurden.
Facebook, Twitter usw. machen – meiner Meinung nach – den Informationsfluss lediglich sichtbar. Sicher, sie ermöglichen es Menschen zusätzlich, noch einfacher am Geschehen teil zu haben und das Geschehen mitzugestalten, aber der Fluss war schon immer da.

Es waren Unternehmen, die untersuchten, wo und wie lange sich Menschen aufhielten. Früher wurden wir von Callcentern angerufen, die etwas über unsere Gewohnheiten herausfinden wollten. Heute sind wir in der “Kinderriegel-Fanguppe” bei Facebook und bekennen uns freiwillig zu der Automarke die wir fahren oder mögen und liefern gleich die Erklärung dazu.

Warum?
…darauf komme ich später im Artikel nochmal zurück.

Das Internet ist ein fließender Informationsstrom. Wie gesagt, die Quantität an Information erhöht nicht automatisch die Qualität der Information. Wir sind wieder am Anfang – es geht darum, sich sein persönliches eigenes Intranet zu schaffen, wo gezielt die Informationen fließen, die für mich relevant sind.

Ich hoffe, das Dinge wie das iPhone oder iPad nicht nur dazu dienen unseren aktuellen Standort per GPS zu ermitteln, um ortsbezogene Werbung einzublenden, um damit noch mehr Geld verdienen zu können.
Wissen und Literatur von heute wird, nach wie vor, mit Wissen und Erkenntnissen verglichen, welches lange vor der Erfindung des Internets gedacht und geschrieben wurde. Wissen wir also wirklich mehr?

Und “warum” (das “warum” von weiter oben im Artikel…) geben wir all dies freiwillig preis? Was beantwortet das “warum”? Jeder Mensch wünscht sich relevant zu sein, teilzuhaben an etwas, sich auszudrücken, darzustellen wer er ist, was ihn bewegt und warum.
Das unterscheidet uns von den Tieren, die nur nach Instinkt handeln. Dem Instinkt sich fortzupflanzen und Gene weiterzugeben. An der Stelle, drängt sich allerdings die Frage auf, ob es nicht genau das ist, nach dem wir streben?

Beruhigend, dass wir hin und wieder, z.B. durch die Natur, in Form eines Vulkanausbruchs, dazu gezwungen werden, inne zu halten und der Waren- und Lifestream verlangsamt wird.

Was wäre wenn wir morgen kein Internet und keine Netzverbindung mehr nach Übersee oder von München nach Hamburg haben? Nicht verkehrt, wenn man dann Menschen im Umkreis von 10 Kilometern hat, mit denen man real kommunizieren kann.

Ich werde, im 2. Teil des Artikels, auf den äußerst interessanten FAZ.net-Artikel “Die Zukunft des Internets – Wie wir mit unserem Leben in Verbindung bleiben”, Bezug nehmen.
Dieser gab den Ausschlag zu diesem Gedankengang. Das Thema ist jedoch so spannend und komplex, so dass ich erstmal meine ganz eigenen, persönlichen Gedanken, geschrieben habe.

Es bleibt spannend!

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