In Diskussionen um den Entwurf eines Werbemittels fallen viel zu oft Sätze wie “…ich bin aber der Meinung…” oder “…ich finde aber dieses oder jenes besser oder schlechter”. Die Frage des Geschmacks nimmt einen viel zu hohen Stellenwert ein. Es geht – und das kenne ich selber aus Erfahrung nur zu gut – nicht um “Gesetze” der Wahrnehmung oder Regeln von Marketings und Werbung, sondern darum was gefällt oder was nicht gefällt. Am Ende entscheidet sogar häufig die Geschäftsleitung, wie Dinge aussehen oder umgesetzt werden.
Wenn Sie jetzt nicken oder verständnisvoll lächeln, dann ist dieses Buch mit Sicherheit etwas für Sie. Ich bin es leid, ständig der Diksussion ausgesetzt zu sein, was als schöner oder besser empfunden wird, und dabei nicht angemessen reagieren und argumentieren zu können. Auf der Suche nach einer Lösung, für diese Problematik, bin ich auf das Buch “Grafik und Gestaltung. Das umfassende Handbuch.” gestoßen.
Ich habe das Buch noch nicht zu Ende gelesen, aber man merkt nach den ersten Seiten, gottseidank
sehr schnell, dass es, wie könnte es auch anders sein, eben nicht um das persönliche Empfinden von Schönheit, Geschmack und Vorlieben geht – außer dem der Zielgruppe und des potenziellen Kunden. Nicht Ihrer, nicht meiner, nicht der Geschmack vom Chef oder vom Grafik-Designer spielen eine Rolle.
Das Buch ist in dreierlei Hinsicht sehr praktisch.
Erstens lernt man mit Sicherheit noch etwas dazu, denn der Autor erklärt alles anhand von praktischen Beispielen.
Zweitens ist der Autor ein Profi seines Fachs und man erhält eine objektive Meinung zu Gestaltungsproblemen und deren Lösungen.
Und drittens, und das habe ich als sehr hilfreich empfunden, gibt es eine sachliche Argumentation zu den Gesetzen und Erkenntnissen und deren Umsetzung und Anwendung. Diese hat man, so geht es mir zumindest oft, zwar gelernt oder man wendet sie wie selbstverständlich an, hat sie aber im Kreis einer Diskussion an einem Tisch, in dessen Mitte ein Entwurf liegt, nicht parat. Man ist somit sofort der subjektiven Meinung ausgesetzt und gerät in die Spirale der Diskussion um persönliches Schönheits- und Geschmacksempfinden der Teilnehmer des Gesprächs.
Am Ende einer solchen Diskussion herrscht zusätzlich oft Frustration, weil sich alle Personen unverstanden fühlen. Um zu schlichten macht der Chef die Ansage, wie es umgesetzt wird. Der denkbar schlechteste Weg für ein erfolgreiches Werbemittel. Später dann, das ist das schlimmste für alle Beteiligten, stellt sich die Frage, warum das Werbemittel nicht den avisierten Erfolg gebracht hat. Sagen Sie dann mal “…ja aber Chef, das liegt daran, weil Sie das so wollten…”
Das Buch “Grafik und Gestaltung. Das umfassende Handbuch.” gibt auf über 600 Seiten eine Übersicht über alle der grundlegenden Gestaltungsgesetze und deren Anwendung mit guten praktischen Beispielen. Es kostet um die 40 € und ist, meiner Meinung nach, sinnvoll angelegtes Geld. Hier der Link zu Amazon:
“Grafik und Gestaltung. Das umfassende Handbuch.”

Ich bin gespannt, wie nützlich es sich im eigenen Alltag erweist.
Es bleibt spanndend!
