Ein Beispiel für eine 100% klare, perfekt designte Internetseite

Kennen Sie noch die Marke Loewe? Vielleicht kennen Sie die Marke bald wieder. Der Name Loewe stand kurz vor dem Ende. Jetzt ist sie wieder da. Loewe hat neue Produkte, ein neues Design und präsentiert sich in neuem Gewand.

Ich habe heute durch Zufall die Internetseite von Loewe besucht und war beeindruckt.
Nicht wegen der tollen Effekte, nicht wegen dem bombastischen Auftritt. Das Design der Seite polarisiert. Klar, weiß, strukturiert, geordnet. Internetseiten, die diese Philosophie verfolgen sind selten geworden. Selbst im Web 2.0. Nicht jede Seite muss genau so aussehen, aber sie ist ein Beispiel dafür wie man es machen kann.

Loewe im InternetInternetseite Loewe

Super, spannend!

Bad-Armaturen at its best! Sportwagenfeeling am Beckenrand… Wow!

Shifter Faucet by Shen Di

Design- und Sportwagen-Fans bekommen bei dieser Armatur sicher große Augen. Wow!
Das Design stammt von Shen Di und ist nicht nur an die Formen eines Sportwagendesigns angepasst, es nimmt Bezug auf die zentrale Schnittstelle eines Automobils – die Schaltkulisse.

Shifter Faucet 1

Shifter Faucet 2

Shifter Faucet 3

Shifter Faucet 4

Shifter Faucet 5

Shifter Faucet 6

Wenn Sie also mal die Chance haben, Ihre Armaturen zum Beginn des Kaufs einer Immobilie zu wählen, kommt “Shifter Faucet”, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, vielleicht in die engere Auswahl.

Sollten Sie nicht gerade der Sportwagenfan sein, dann finden Sie in diesem Blog Artikel noch einige weitere außergewöhnliche, futuristische, auf jeden Fall designambitionierte Armaturen.

Bad-Design kann auch sportlich sein!!

Es bleibt spannend! ;)

Apples nicht so weiße Weste

Normalerweise geht es bei nowNthen um Technologie, Marketing, Zukunftstrends und faszinierende und innovative Produkte. Im besten Falle kommt ergonomisches und durchdachtes Design dazu.

Es gibt aber Momente, in denen ich Artikel oder Kommentare lese und mich ernsthaft frage, wie weit unser Gehirn schon vom weißen Klavierlack aufgeweicht ist. Es geht um folgenden Artikel: “15-jährige Fabrikarbeiter bei Apples Auftragsherstellern” bei Golem.
Kurz zusammengefasst, in einer Fertigung, eines der Apple Auftragnehmer, arbeiten 15-jährige Kinder.

Ein solcher Bericht schockiert! Ich gebe aber zu, bei dem was heute alles Tag für Tag über den Nachrichten-Stream fliegt, erwische ich mich dabei, dass ich beinahe darüber hinweg lese – traurigerweise. Die erste handvoll Kommentare stand schon unter dem Artikel und dann wurde ich stutzig… “naja gut, die Leute werden sich halt über Apple aufregen”, ich hatte genau das auch erwartet. Das was bis zu dem Zeitpunkt da an Kommentaren stand, hatte zum Thema, ob es nicht vertretbare Zustände seien. Immerhin stirbt ja keiner der Jungen daran, einer meinte, sein “Opa habe ja im Bergwerk mit 14 gearbeitet und man solle sich halt nicht so anstellen, immerhin hätten sie ja ein Dach über dem Kopf und müssten nicht hungern und auf dem Reisfeld arbeiten”.

Meine Güte, ich dachte ich träume schlecht. Es ist wirklich traurig, dass es mit kaum einem Wort darum ging, dass es nicht hinnehmbar sein kann, dass solche Zustände herrschen. Hochglanz-weiße Apple-iPhones und Rechner mit dem sprichwörtlichen “Blut” daran. Wenn ein Unternehmen wie Apple von einem solchen Zustand erfährt, müsste alles daran gesetzt werden, etwas zu verändern.
Soweit so schlecht. Man sagte bei Apple zu dem Thema dann, dass man natürlich bemüht sei, solche Arbeitsbedingungen nicht zu fördern oder zu unterstützen. Als nächstes sickerte durch, dass Apple seinen Auftragnehmern Auflagen macht. Bitteschön nicht mehr als 60 Stunden die Woche arbeiten und bei 7 Wochentagen solle es einen Ruhetag geben – praktisch, dass voll Arbeiten in China ab 16 Jahren legal ist.

Sicher, diese Zustände gibt es massenhaft auf der Welt, aber wenn wir Kenntnis davon erlangen, dann ist es eine Pflicht, als ein zivilisiertes Unternehmen, einzugreifen und etwas zu verändern. Wie war das? Einige Tage zuvor wurde bekannt, dass Apple gerade 25 Milliarden $ Barvermögen “gespart” hat, um eine große Übernahme bar zu bezahlen?
Auf der Internetseite wird damit geworben, “grüne” Produkte herzustellen, iPod, iPhone etc. sind ressourcenschonend produziert und können recycelt werden.

Wir halten uns immer für fortschrittlich, gebildet und überlegen. Wenn “die Chinesen” das Internet zensieren, dann neigen wir zu Äußerungen wie “wie kann man nur” und “Hackerangriffe auf Google – was für Methoden”… aber wenn es darum geht das UNSER Wohlstand betroffen ist, weil es “realere Preise”, zur Folge hätte, wenn man gegen solche Dinge vorginge, dann ist China schön weit weg.
Und China ist ein riesen Markt mit Milliarden potenziellen Käufern, die möchte man als Unternehmen natürlich ungern verlieren, in dem man sich mit einem Regime anlegt, was es mit den Menschenrechten nicht so genau nimmt. Google, Apple, etc., alle haben Angst – weniger vor der Macht, als viel mehr davor Rendite oder Aktienkurse zu verlieren.

Wir unterstützen solche Bedingungen und Kreisläufe mit unserem Konsum – ob es uns nun passt oder nicht. Menschen können aus solchen Umständen kaum ohne Hilfe aussteigen. Würden wir das nicht tun, würde sich dann schneller etwas ändern? Ist es am Ende sogar so, dass es diesen Menschen besser geht, als denen die noch weiter unten sind, eben gerade so, dass sich ein Kampf um Freiheit und Rechte (noch) nicht “rechnet”?

Weder demonstiere ich für Greenpeace, oder Birkenstockträger oder Ruhe mich auf meinem Hintern aus… nur damit hier nicht der Eindruck entsteht, dass ich für die kapitalistische Denkweise nichts übrig habe oder Zusammenhänge nicht verstehe. Ich arbeite jeden Tag dafür, dass der Konsum schön weiter läuft – Marketingabteilung :) . Es ist mein Traumjob, es macht mir Spaß, keine Frage!

Jeden zivilisierten Mensch, regt ein solcher Artikel vielleicht zum Nachdenken an. Wir haben iPhones, Hybrid-Autos und wer weiß was alles, aber im Kopf und im Herzen denken wir wie im Mittelalter! Da frage ich mich, ob wir schon einen Schritt weiter sind, seitdem wir die Höhle verlassen haben.

Irgendwie traurig!

Der eine oder andere wird sich (hoffentlich nicht) denken “was geht mich das an”, aber wenn so etwas nicht zumindest kommentiert und seine kritische Meinung sagt, dann führt Gleichgültigkeit erst recht dazu, dass sich nichts ändert! Darum geht es mir!!

Es bleibt – verdammt – spannend!
nowNthen

Kopf des Appledesign

Der Apple fällt nicht weit vom Stamm… gut, ob man den nun lustig findet oder nicht ;) – der Stamm ist in diesem Fall Jonathan Ive. Jonathan Ive ist Chefdesigner von Apple. Der iPod, iPhone, das iPad entstammen seinem Design, bzw. der Designabteilung, deren kreativer Kopf er ist.

Copyright red dot Design-Award

Beruhigend dass er sagt “jedes Mal, wenn wir von vorne anfangen, habe ich panische Angst, dass wir Mist bauen”. Wer von uns kennt nicht, das durchaus reizvolle und prickelnde, aber auch ganz schön Respekt und Angst einflößende Gefühl, vor dem weißen Blatt Papier zu sitzen. Die Deadline im Rücken, meist in Form vom Chef… keine Sorge lebe Chefs, es motiviert durchaus, aber so ist nun mal die Rollenverteileung und da “wir” für “euch” liebe Chefs, alles rausholen was geht, ist die Deadline für uns immer knapp, denn sonst gäben wir nicht unser Bestes. :)

Er ist allerdings niemand, der sich mit derartigen Dingen in der Öffentlichkeit brüsten würde. Im Gegenteil, er ist eher zurückhaltend, den einzigen Luxus, den er sich leistet ist ein Aston Martin! en hat er sich mehr als verdient. Steve Jobs und er teilen die gleiche Designphilosophie.

Der Hammer ist, Jonathan Ive wurde Design-Chef bei Apple im Alter von 29 Jahren. Alter Schwede!
Erinnern Sie sich noch an die Apples im transparenten bunten Plastikgehäuse? Grün, blau, rosa, orange… dass waren Jobs und Ives erste gemeinsame Schöpfung, das war 1998.

Es zeigt, natürlich geht es auch immer um das hochgelobte Team hinter einer Innovation, eines Produktes, eines Unternehmens. Wichtiger ist, meiner Meinung nach, aber einer an der Spitze der sagt wo es lang geht. Im besten Falle, hat dieser sogar Ahnung von dem was er tut – da werden sich einige von Ihnen sicher ein kleines oder größeres Grinsen kaum verkneifen können.
Es kann nicht jeder gleichberechtigt sein, das muss man sich erst verdienen und Schmollen und Rumzicken bringt uns auch nicht weiter. Ich kann nur den Tipp geben, sich ab und zu mal zurückzulehnen und jemand anders machen lassen und mitlernen und mitnehmen was geht, anstatt dagegen zu kämpfen und beleidigt zu sein.

Ja stimmt – ich bin gerade mittendrin, ich habe die Erkenntnis allerdings schon. Bei Jobs und Ive war es vielleicht ähnlich. Stobs kam zurück zu Apple und das hat Apple gerettet. Jobs kam zurück, um aufzuräumen und Ive wäre beinahe geflogen. Da erkannten beide, dass sie eigentlich die gleiche Sprache sprechen – Dream-Team-Konstellation!

Jonathan Ive – Artikel red dot Design Award

Jonathan Ive – Artikel FAZ.net (auf diesen Beziehe ich mich mit dem oben)

Jonathan Ive – Wikipedia

Der Rosenkrieg …oder wie Googles und Apples Romanze nicht gut ausgeht

Es war eine Art Traumpaar. Was für die Bunte Angelina und Brad waren, waren Google und Apple für die Computer- und Internetbranche.

Google-Suche und -Maps auf dem iPhone zum Beispiel haben nicht unwesentlich zum Erfolg des iPhones beigetragen. Dann aber wurde den Google-Brüdern klar, dass der Erfolg des iPhones und dem damit verbundenen Zugang zum mobilen Internet, eine Konkurrenz darstellt. Der Rest ist Geschichte. Apple wirft Google-Apps aus dem Appstore. Google entwickelt ein eigenes Betriebssystem für Mobiltelefone und bringt dieses auf die Mobiltelefone von HTC und entwickelt zuletzt ein eigenes Endgerät dazu.
Um dem anderen “weh zu tun”, holt man sich auch schon mal die Suchfunktion “bing” des Erzrivalen Microsoft an Board. Seitdem werden Technologie-Unternehmen um die Wette gekauft und man hängt sich vorsorglich die eine oder andere Patentklage an den Hals. Apple verklagt gerade HTC auf Patentechtverletzungen in Sachen Mobiltelefonbedieneroberfläche.

Ein interessanter Artikel “How Apple and Google´s romance turned into hate” auf Digg.com.
An dieser Stelle erinnere ich an ein bekanntes Zitat, aus einem der berühmtesten Science-Fiction-Filme aller Zeiten… richtig, den mit den Laserschwertern und dem Typen mit dem Mülleimer auf dem Kopf ;)
“Fear leads to anger, anger leads to hate… hate leads to suffering”.

Es bleibt wie immer spannend!

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