Die Milch vergessen?
Zurück zum Thema “Organisation” und “Selbstmanagement”. “Getting-Things-Done” war der Einstieg zum Thema des Selbstmanagements. Ich möchte das Tool “Remember the Milk” vorstellen. Das dürfte den, auf den ersten Blick, etwas merkwürdigen Titel erklären.
Sich zu Organisieren ist schon nicht leicht. Noch schwerer ist es, es dauerhaft mit Selbstdisziplin auch durchzuhalten. Terminkalender? Whiteboard? Stundenplan? Mobiltelefon? Womit behält man am ehesten und am einfachsten den Überblick? Wie kann man flexibel auf Änderungen und neue ToDos reagieren?
Welche der genannten Werkzeuge kann man unterwegs mitnehmen? Beim Whiteboard wird es spätestens in der S-Bahn ein klein wenig eng. Und der Terminkalender, den man gut mitnehmen kann, ist aber bei Bahnfahrten oder im Stehen irgendwie unpraktisch. Und nach der 5 Terminänderung, dem Durchstreichen und neue Zeit eintragen, nervt es dann irgendwie doch. Und dann gibt es da ja noch das andere “System”, z.B. Outlook, im Büro. Das muss man natürlich ständig aufeinander abstimmen und synchronisieren.

Remember The Milk
Ich muss sagen… das iPhone ist mir inzwischen in dieser Hinsicht ans Herz gewachsen. Es ist unschlagbar in seiner Bedienung und einfach nützlich. Das Tool, dass ich vorstellen möchte unterstützt aber nicht nur das iPhone. Blackberry, WindowsMobile und einige andere mobile Betriebssysteme oder Handys werden ebenfalls unterstützt.
Es kann mit Outlook synchronisiert werden, oder dem Google-Terminkalender oder dem iCal-System, was sicher viele kennen und nutzen. Man kann sich per RSS-Feed, oder ICQ, oder Skype, oder SMS, oder eMail, oder oder oder an ToDos erinnern lassen. Und die Getting-Things-Done-Methode wird dadurch um einiges einfacher.
Der Clou kommt noch: Ordnet man den ToDos Orte zu, weißt einen das Tool automatisch auf ein zu erledigendes ToDo hin, wenn es sich gerade in der Nähe befindet. Der Radius dafür kann selbstverständlich individuell justiert werden. Im übrigen hat RTM ein eigenes Online-Portal, mit dem sich Aufgaben etc. online eintragen und verändern lassen, welche sich dann mit z.B. dem Mobiltelefon synchronisieren.
Wirklich erstaunlich!
Ein kleines Mank ist, dass es für die Synchronisation mit dem iPhone ca. 15  € im Jahr kostet. Ich bin das Risiko eingegangen… bisher habe ich es nicht bereut. Beruhigend, wenn man nicht mehr an alles selber denken muss. Nach einiger Zeit stellt sich das Gefühl ein, dass man eigentlich nichts vergessen kann. Das App für das Mobiltelefon ist kostenlos! Und es ist in deutsch verfügbar.
Nun werden Sie vielleicht sagen “man sollte sich die Dinge aber auch so merken können” oder “ja und was, wenn das Mobiltelefon mal außer Gefecht ist?”… berechtigte Einwände! Warum soll ich mit den ToDos verrückt machen, wenn ich den Kopf auch frei haben kann für andere Dinge? Und wenn mein Terminkalender verschollen ist, dann sehen wir alt aus, im Gegensatz zu RTM z.B., denn hier ist online alles noch gespeichert.
Darüber hinaus gibt es einige nützliche Tipps und Tutorials zu RTM. Wie man eine Projektorganisation am besten anlegt oder wie man wirklich das aus RTM herauskitzelt, was es kann. Das ist auf den ersten Blick nämlich nicht gleich ersichtlich. Der “aha, wow, das ist ja cool”-Effekt stellt sich dann allerdings bald ein und man hat ein ziemlich breites Grinsen im Gesicht, wenn klar wird, was diese kleine Tool alles kann.
Achso, offline funktioniert es auch, den man kann sich eine Art “Kopie” ablegen, die z.B. über “Google-Gears” erreicht wird und dann offline neue Dinge und Termine etc. eintragen. Na, wenn das mal kein Feature ist, für eine 2.0 Anwendung
Remember The Milk online. Die offizielle Seite.
Tutorial zu Remember The Milk. Von David Hellmann.

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